Ich bleibe 2 Jahre – und dann? Consulting als Karrierebooster oder langfristige Heimat
Shownotes
Zwei Jahre Beratung, und dann der nächste Karriereschritt? Carolin, Managing Director und Partner bei BCG, und Laurin, Consultant im Münchener BCG-Office, wissen: Der Mythos hält sich hartnäckig. Dabei sieht die Realität oft anders aus. Carolin beispielsweise ist geblieben, seit 18 Jahren arbeitet sie bei BCG. Laurin hat sich nach drei Jahren Beratung für einen MBA in London entschieden, um anschließend mit neuer Perspektive zu BCG zurückzukehren. Gemeinsam diskutieren sie, wie planbar Karrieren wirklich sind, welche Wendepunkte sich lohnen und warum ein Zurückkommen genauso richtig sein kann wie ein Weiterziehen. Mehr Infos zur Karriere bei BCG findet ihr hier.
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00:00:05: Caroline, du bist die Erste, die auf Anhieb den Anschneigurt gefunden
00:00:09: hat.
00:00:10: Dann bin ich beruhigt.
00:00:13: Wir schauen gleich mal, wen du heute triffst.
00:00:15: Ich bin gespannt.
00:00:20: Zwei Beraterinnen, ein Thema, ein Gespräch.
00:00:25: Kein Meetingraum, kein Studio.
00:00:28: Wir treffen uns im Auto.
00:00:31: Denn Consulting bedeutet, in Bewegung zu bleiben.
00:00:34: Auf dem Weg zum nächsten Termin, aber auch
00:00:36: im Kopf.
00:00:38: Und mit wem unsere Beraterinnen heute sprechen, das wissen sie noch nicht, sie lernen sich erst auf der Fahrt kennen.
00:00:45: Die Gespräche sind spontan, persönlich und oft überraschend ehrlich.
00:00:49: Zwischen Anschnallen und Ankommen geht es vor allem in
00:00:52: eine Richtung, nach vorne.
00:00:56: Ich hoffe erst, dass
00:01:00: hier jemand ist, den ich noch nicht kenne.
00:01:04: Hallo.
00:01:05: Hallo, hi.
00:01:06: Schön.
00:01:07: Freu mich.
00:01:07: Ich freue mich, dich kennenzulernen, Lawin.
00:01:09: Karolin,
00:01:10: hi.
00:01:10: Hallo, Karolin.
00:01:11: Wie schön, ich war sehr gespannt.
00:01:12: Ja,
00:01:13: ich auch.
00:01:14: Man hat mir
00:01:14: nichts zu verraten.
00:01:17: Stellt euch doch beide kurz vor.
00:01:19: Ich bin Lawin, Konzultant aus München.
00:01:21: Ich bin seit knapp drei Jahren bei BCG angefangen.
00:01:24: nach dem Bachelor's Junior Associate und gebürtiger Münchner.
00:01:28: Und bei mir wird sich tatsächlich oder hat sich vor drei Wochen erst was geändert und zwar bin ich frischer Student wieder.
00:01:35: Ich mache momentan mein MBA an der London Business School, habe quasi drei Jahre gearbeitet und jetzt nochmal zurück mit BCG ins Studium und dann ist der Plan danach, wieder zurückzukehren.
00:01:45: Ja, ich bin Karolin.
00:01:46: Ich bin Managing Director und Partner.
00:01:48: Ich bin seit, woran?
00:01:49: Bisschen länger.
00:01:50: November, zwei Tausend Sieben.
00:01:51: Also ich steuere die achtzehn Jahresmarke an.
00:01:54: Ja, ich erschreite mich selber immer ein bisschen, wenn ich das erzähle.
00:01:58: Ich habe bei BCG zunächst mal angefangen.
00:02:01: Im Berliner Büro war da lange Zeit.
00:02:03: Bin jetzt aber nach Hamburg transferiert.
00:02:05: Und ja, was mache ich bei BCG?
00:02:06: Ich arbeite hauptsächlich für Kunden in Healthcare, also ein Gesundheitswesen.
00:02:10: Und darf ich da aber hinaus auch noch bei BCG in Central Europe unser Rekruting verantworten und eine großartige Rollenänderung steht bei mir nicht an.
00:02:19: Aber ich finde es ganz spannend, was du erzählst.
00:02:20: Ich war nämlich auch in der Promotion damals, allerdings im Educational Leave und habe auch zwei Jahre lang eine Auszeit genommen und in der Zeit mich nochmal der Wissenschaft gewidmet.
00:02:29: Also du hast eine spannende Zeit vor dir, das kann ich glaube ich schon mal sagen.
00:02:32: Caroline, warum hast du dich damals für eine Karriere in der Beratung
00:02:36: entschieden?
00:02:37: Ich bin Betriebswirtin vom Hintergrund, habe ein bisschen Geschichte nebenbei studiert, aber eigentlich klassische BWL-erin und bin als Societe damals eingestiegen und habe mich dann eigentlich ganz klassisch auf der Zielgrade des Studiums, halb bis Jahr vor Abschluss mit beschäftigt, was ich eigentlich machen möchte und habe dann vieles mir angeschaut, ausprobiert und BCG hat mich gecatcht und da habe ich mich eigentlich dafür entschieden, dann hier anzufangen und einzusteigen.
00:03:02: Wusstest du immer, dass du BCG oder Beratung machen willst?
00:03:06: Ich bin so ein Mensch, der sich auch zum gewissen Grad ein Stück weit treiben lässt und manche Dinge ergeben sich so.
00:03:10: Und ich bin auch ganz ehrlich klar, BCG kannte ich vorher.
00:03:13: Ich habe mich auch beworben.
00:03:14: Aber in aller Transparenz, als ich im Recruitingprozess damals war, hatte ich schon anderweitig unterschrieben und dachte, ich guck mal.
00:03:21: Aber BCG nehme ich noch mit und es hat mich dann so gecatcht, dass ich dann zu meinem eigentlich vorgesehenen Arbeitgeber gegangen bin und gesagt habe, da müssen wir es noch mal ändern.
00:03:31: So falsch
00:03:31: war die Entscheidung nicht, sonst wäre ich nicht immer noch da.
00:03:34: Manchmal treibt man ins Glück.
00:03:35: Genau.
00:03:36: Und bei dir?
00:03:36: Wie ist dein Weg zu DCG verlaufen?
00:03:38: Nicht allzu unterschiedlich zu deinem.
00:03:40: Ich habe im Bachelor auch Management studiert.
00:03:43: Ich habe mir verschiedene Sachen in Praktika angeschaut.
00:03:45: Wusste aber irgendwann dann für mich, dass ich entweder in die Finanzrichtung oder in die Beratungsrichtung will.
00:03:50: Und habe mich dann tatsächlich im zweiten Jahr im Bachelor das erste Mal beworben.
00:03:55: Und das hat dann damals halt nicht geklappt.
00:03:57: Für ein Praktikum oder direkt für ein Festival?
00:03:58: Für ein
00:03:58: Praktikum, genau.
00:04:00: Und hatte mich eben auch gecatcht von dem, was ich mitbekommen habe.
00:04:03: Ist ja immer ein bisschen schwer, sich vorzustellen, wie dieser Job dann wirklich ist, wenn man ihn noch nie gemacht hat.
00:04:07: Und ich war in der Situation, das ist mein erster sozusagen richtiger Vollzeitjob gewesen auch.
00:04:12: Das heißt, man ist ja ja in gewisser Weise vielleicht noch ein bisschen naiv, aber auch sehr neugierig.
00:04:16: Und dann hat es zum Glück beim zweiten Mal geklappt.
00:04:18: Und dann bin ich aus London wieder zurück nach München gezogen.
00:04:22: Und genau, und dann hat mir das auch von Anfang an sehr viel Spaß gemacht.
00:04:27: Zwei Jahre und dann?
00:04:29: Ja, das ist der Titel der Folge
00:04:31: und auch ein Klischee.
00:04:33: Beratung als Sprungbrett für den Lebenslauf.
00:04:36: Caroline, was hältst du von dieser Vorstellung?
00:04:42: Ich bin auch eine ganz klassische BWLerin, in dem Punkte gewesen, dass ich gesagt habe, Beratung ist super.
00:04:48: Das gucke ich mir mal für zwei Jahre an.
00:04:50: Und meine Intention hat also ein bisschen zu sagen, ich will mal wirklich ... rausfinden, wofür denn mein Herz wirklich schlägt und was mein Steckenpferd ist.
00:04:59: Da glaube ich und da bin ich fersenfest von überzeugt.
00:05:01: Man muss nicht so lange bleiben wie ich, aber Beratung ist die beste Spielwiese und Plattform einfach auch.
00:05:06: um sich auszuprobieren, um sehr früh Verantwortung für Themen zu übernehmen und aber auch natürlich sehr früh in ganz unterschiedliche Industrie, Funktionalbereiche reinzuschauen.
00:05:15: Und wie ist es bei dir, Laurin?
00:05:17: Ich würde sagen, dass ich nicht reingegangen bin mit, ich mache definitiv nur zwei Jahre und gehe dann raus.
00:05:22: Ich hatte eine ähnliche Perspektive im Sinne von, ich will alle Praxis-Areas oder Bereiche innerhalb vom WCG einmal ausprobieren.
00:05:30: Das hat sich bei mir dann tatsächlich... total anders ergeben.
00:05:33: Ich habe erst in FI oder Financial Institutions, also in der Finanzbranche, genau erst meine Weile auf dem relativ langen Projekt gearbeitet und fand dann auch wieder... bisschen über Zufälle den Weg in die Industriegüte.
00:05:45: oder genauer genommen noch in MPI, also Mineral Processing Industries und hab eigentlich seitdem nur auf Bergbau...
00:05:52: ...Mining, ja, richtig in die Minen auch mit rein.
00:05:54: Genau, auf Miningprojekten gearbeitet und hab da dann quasi entgegen meines ursprünglichen Plans eigentlich relativ schnell in der Heimat gefunden, was auch den Job für mich einfach nochmal so viel toller gemacht hat, als er es eigentlich schon am Anfang war und bin dann auch immer dort geblieben und... Genau deswegen.
00:06:11: Ich hatte zwar dann nicht alle Praxisgruppen gesehen, aber ich war auch unglaublich glücklich, mich in der dann zu vertiefen.
00:06:20: Hottake.
00:06:21: Würdet ihr sagen, dass Karrieren planbar sind oder eher eine Abfolge von Zufällen?
00:06:30: Also ich finde es schade, wenn Karrieren zu stark geplant sind und ich glaube auch, dass das gar nicht unbedingt funktioniert.
00:06:35: Und wenn ich den Punkt jetzt mal aufgreife, also auf meine eigene Karriere schaue, ich habe das schon ganz häufig gehört, ihre Karriere sieht ja total geradlinig aus und da muss ich immer vehement widersprechen, weil aus meiner Sicht ist meine Karriere aus der Erfahrung eigentlich... eine kuratierte Abfolge von Zufällen.
00:06:51: Und ich bin Gott froh, dass es so ist.
00:06:54: Ich glaube, vieles davon sehe ich auch.
00:06:55: Ich glaube, es gibt aber auch, zumindest in meinem Unfällt, hatte ich so ein Gefühl, es gibt schon ein paar Menschen, die ihren Lebenslauf und das, was die Machen unglaublich darauf ausgelegt haben, im Endeffekt in der Beratung zu arbeiten.
00:07:07: Deswegen, ich glaube, man kann es zu einem gewissen Grad.
00:07:10: Das ist planbar gerade am Anfang der Karriere.
00:07:11: Das weiter habe ich jetzt noch nicht mitbekommen.
00:07:13: Aber, klar, Zufälle sind immer Teil des Lebens.
00:07:16: Ich glaube aber schon, dass man auch ... irgendwo so eine gewissen roten Faden versuchen kann, beizubehalten.
00:07:22: Und wie würdet ihr das zwei Jahresziel allgemein bewerten?
00:07:26: Es war ja bei mir jetzt noch nicht so lange her, dass ich diese ganzen Impulse von rechts und links bekommen habe, ohne dass man jetzt den Beruf als solchen kannte.
00:07:33: Es war tatsächlich nicht nur aus der Perspektive heraus, dass man nach zwei Jahren eine bestimmte Beförderung bekommen würde.
00:07:38: Und deswegen dieses Ziel, und ich hatte das Gefühl, es kam ein bisschen aus der Recruitment Perspektive auch, dass man sagt, um diesen Stempel, BCG oder ... Investmentbanking auf dem Lebenslauf zu haben, muss man mindestens zwei Jahre da sein und es durchzuhalten.
00:07:53: Und ich bewerte das eben als so ein Stereotyp, der rumfliegt.
00:07:56: Und ich glaube auch jetzt gerade, ich seh das auf sozialen Medien, diese Witze über Banker oder Berater in Patagonia.
00:08:02: Die
00:08:03: gab's schon vor fünftig Jahren.
00:08:04: Genau, dann halten sie sich ja durch.
00:08:05: Genau, diese hundert Stunden, Wochen irgendwie.
00:08:09: Und das ist ja nicht akkurat.
00:08:10: Und deswegen finde ich auch diese zwei Jahre.
00:08:12: Ich glaube, es gibt noch so viel zu lernen nach den ersten zwei Jahren bei BCG.
00:08:15: Der Mythos, das ist selber gesagt, dieses da irgendwie eine extrem lange Arbeitszeiten, Haufen von Karrieristen.
00:08:24: Und dass da viele halt sagen, ich weiß, dass das ein totaler Karrierebooster sein kann, aber auch viele mit ganz ganz viel Respekt und Respekt hier hinkommen und dann auch sagen so... Ich glaube, ich kann mir gar nicht vorstellen, mich in so einem Umfeld länger als zwei Jahre zu bewegen.
00:08:38: Wenn die Leute erst mal da sind, und ich war noch im Recruiting-Versuch, um mir frühzeitig ein reales Bild zu vermitteln, was BCG ist und was BCG nicht ist, dass viele Leute überrascht sind, deckt sich mit deiner eigenen Erfahrung, dass es dann ganz anders ist.
00:08:49: Und ich meine, so viel kann ich ja aus dem Nähkästchen plaudern, dass die wenigsten nach zwei Jahren gehen.
00:08:56: Was hat bei BCG dafür gesorgt, dass ihr länger als zwei Jahre geblieben seid?
00:09:01: Also, kann gerne anfangen.
00:09:03: Ich hab auch eine Promotion gemacht.
00:09:04: Hab da einen politikwissenschaftlichen Bereich noch mal ein bisschen promoviert, ein bisschen was anderes gemacht.
00:09:10: Und ich hatte eigentlich schon als ich eingestiegen bin bei BCG den Gedanken, weil ich mag wissenschaftliches Arbeiten auch durchaus, dass ich das durchaus für mich in Erwägung ziehe als Option und hab auch gedacht, komm zwei Jahre, da machst du die Promotion und dann guckst du mal.
00:09:24: Dann waren diese zwei Jahre auch rum und ich merkte, dass das Bedürfnis gar nicht da war, jetzt rauszugehen.
00:09:27: Also eine ganz, ganz ähnliche Erfahrung.
00:09:29: auch zu dem, was du gesagt hast und was ist da der große Treiber dahinter?
00:09:34: Also ich habe es vorhin schon ganz kurz gesagt, für mich ist so ein bisschen ein ganz, ganz großer Antrieb beim Arbeiten.
00:09:41: Ich bin ein ziemlich neugieriger Mensch.
00:09:44: Ich glaube, das gehört zur Wahrheit dazu und freue mich sehr, wenn ich in neue Themenfelder reingucken kann und dieser schnelle Wechsel von Themen, von Umfeldern, von Kunden, mit denen man interagiert.
00:09:54: Das macht es einfach für mich unglaublich attraktiv.
00:09:56: Klar, es ist auch fordernd, das gehört, glaube ich, zur Wahrheit dazu.
00:09:59: Aber eben, das ist etwas, diese unglaubliche Breite.
00:10:04: an Themen, die mich irgendwie sehr stark antreiben und voll allen Dingen auch gepaart mit dem, dass wir, ja auch jetzt komme ich wieder auf den Mythos, das heißt immer Berater produzieren, nur schöne PowerPoint-Folge.
00:10:14: Aber am Ende steht ja doch, dass man realen, das ist ja nicht mal ein großes Wort in den Mund, aber Impact hat mit dem, also Dinge verändert.
00:10:21: Und jetzt kann ich natürlich sehr stark aus meiner Projekt-Erfahrung sprechen.
00:10:25: Gesundheitswesen, ja.
00:10:26: Ich arbeite auch viel im Bereich des deutschen Gesundheitssystems, ja.
00:10:29: Wenn man da Dinge verändert, dann ist das auch was, was einen Auch wieder ein großes Wort, aber auch ein Stück weit stolz macht, dass Dinge im Gesundheitswesen besser laufen, zum Beispiel.
00:10:38: Es geht ja nicht immer nur um Umsatzzahlen, was auch manchmal ein schönes und erfüllendes Ergebnis sein kann.
00:10:43: Aber ich glaube, diese zwei Dinge, also Neugier, immer wieder was Neues machen zu können, kombiniert mit dem einfach auch, dass man das Gefühl hat, dass was man tut, hat eine Relevanz.
00:10:54: Ich glaube, das sind die zwei Dinge für mich am Ende des Tages, die dazu führen, dass ich immer noch da bin, ob wenn der Plan am Anfang ganz anders aussah.
00:11:03: Diese Dynamik, dieser Themenwechsel oder diese Chance in verschiedenen Themen, sich immer wieder reinzufuchsen, ist definitiv auch einer der Punkte, die in Kombination mit den Menschen, mit denen man arbeitet, die eben so ambitioniert, motiviert sind und interessiert und neugierig auch sich in eben neue Themen einlesen zu müssen oder sich wirklich anstrengend der Experte.
00:11:26: dazu werden.
00:11:28: Und das ist ja auch manchmal so ein Stereotyp, dass Berater in ein Unternehmen kommen und eben von außen versuchen, alles auseinander zu wirbeln und aber eigentlich gar keine Ahnung davon haben.
00:11:37: Und ich muss sagen, da habe ich ein sehr anderes Bild in meiner bisherigen Projekt-Erfahrung gehabt, dass die MDPs, mit denen ich zusammengearbeitet habe, die wirklich seit teilweise zwanzig Jahren in der Industrie sind und alles gesehen haben von Wirtschafts- Veränderungen auf der Makroskala bis hin zu, wie es verschiedene Unternehmen verschiedene Thematiker gehandhabt haben, dass ich nicht nur viel davon lernen konnte, sondern dass auch der Kunde eine unglaubliche Wertschätzung für diese Einblicke hatte.
00:12:04: Und ich glaube, das treibt einen voran.
00:12:07: und dann auf der anderen Seite, wie gesagt, finde ich gerade bei BCG, haben wir auch Spaß.
00:12:14: Das ist was, das schreiben sich viele Unternehmen immer auf die Website und ich war genauso skeptisch vor Recruiting.
00:12:20: Ich muss aber sagen, ich freue mich, in den Teamraum reinzulaufen und quasi Freunden von mir her sozusagen.
00:12:25: Und auch Team Dinners fühlen sich anders, als wenn man mit Freunden essen geht.
00:12:31: Auf dem Karriereweg gilt es, viele Entscheidungen zu treffen.
00:12:34: Und heute schauen wir mal, wie spontan ihr dabei seid.
00:12:38: Denn wir spielen eine runde schnelle Entscheidung.
00:12:46: Uni-Hörsaal oder Kunden-Meeting?
00:12:50: Kunden-Meeting.
00:12:52: London oder München?
00:12:54: Das ist wirklich
00:12:55: schwer.
00:12:55: Das ist wirklich schwer.
00:12:56: Ich liebe München, aber ich glaube in meiner aktuellen Lebensphase London.
00:13:00: Jetzt wird es philosophisch.
00:13:01: Lebenslauf oder Lauf des Lebens?
00:13:04: Oh wow.
00:13:08: Lauf des Lebens.
00:13:10: Also auch Kuradiers-Zufälle.
00:13:12: Ich glaube, das macht es interessant.
00:13:14: Intuition oder Research?
00:13:16: Research.
00:13:17: Hobbys fest im Kalender oder TBD?
00:13:21: Fest im Kalender.
00:13:22: Neue Erfahrungen oder altbewertes?
00:13:25: Neue Erfahrungen.
00:13:28: Wasser oder Berge?
00:13:29: Ganz klar Wasser.
00:13:30: Ganz
00:13:30: klar Wasser.
00:13:31: Ich
00:13:31: bin der Wassermenscher.
00:13:32: Klar.
00:13:33: Immer neue Themen oder inhaltliche Tiefe?
00:13:35: Immer neue Themen.
00:13:36: Ist aber auch kein Widerspruch.
00:13:38: Also ich glaube, ein bisschen muss man auch in die Tiefe gehen.
00:13:40: Privat?
00:13:41: Risiko oder Sicherheit?
00:13:43: Sicherheit, ja.
00:13:44: Ich bin doch der Sicherheitsmensch.
00:13:46: Lieblingsthema oder neues Thema?
00:13:49: Neues Thema.
00:13:50: Dann Freitag oder Montag?
00:13:55: Freitag.
00:13:56: Freitag.
00:13:56: Freitag.
00:14:00: Freitag.
00:14:01: Freitag.
00:14:02: Freitag.
00:14:02: Freitag.
00:14:02: Freitag.
00:14:03: Freitag.
00:14:03: Freitag.
00:14:04: Freitag.
00:14:04: Freitag.
00:14:04: Freitag.
00:14:05: Freitag.
00:14:05: Freitag.
00:14:05: Freitag.
00:14:05: Freitag.
00:14:06: Freitag.
00:14:06: Freitag.
00:14:06: Freitag.
00:14:08: Freitag.
00:14:08: Freitag.
00:14:08: Freitag.
00:14:09: Freitag.
00:14:09: Freitag.
00:14:09: Freitag.
00:14:10: Freitag.
00:14:10: Freitag.
00:14:11: Freitag.
00:14:12: Freitag.
00:14:12: Freitag.
00:14:13: Freitag.
00:14:13: Freitag.
00:14:13: Freitag.
00:14:17: Freitag.
00:14:20: bezogen auf BCG.
00:14:21: Ich glaube, er wäre jetzt jetzt absurd, wenn ich sagen würde, gehen.
00:14:23: Ja, also quasi...
00:14:24: Das würde mich schockieren.
00:14:26: Historie.
00:14:27: Also ganz klar bleiben.
00:14:29: Bin ich in fünf Jahren noch bei BCG?
00:14:31: Ich glaube, das wäre jetzt eine überraschende Antwort, wenn ich sagen würde, ich unterschreib das mit Blut, weil ich persönlich einfach gelernt habe um meinen Werdegang.
00:14:37: Man weiß nie, was kommt.
00:14:38: Ich bin sehr happy und sehr dankbar auch, dass ich den Job so machen darf, wie ich ihn machen darf.
00:14:44: Aber ich habe gelernt, im Leben sagt niemals nie.
00:14:47: Mal gucken, was passiert.
00:14:49: Sehr schön.
00:14:50: Und das war dann die letzte Frage.
00:14:58: Daurin, du hast dich entschieden, aus dem Berufsleben nochmal rauszugehen und weiter zu studieren.
00:15:04: Was denkst du?
00:15:05: Warum ist das jetzt der richtige Zeitpunkt dafür?
00:15:08: Für mich war immer klar, dass ich diesen Master irgendwann noch nachholen werde.
00:15:11: Das heißt, innerhalb der ersten ein bis drei Jahre bei uns, das war... geplant und gegeben.
00:15:16: Und wie es vor allem bereits beschrieben hatte, ursprünglich wollte ich es nach zwei Jahren machen, weil ich dachte, zwei Jahre irgendwie eine gute Zeit, um Sachen zu lernen und dann im Studium eben mit einer neuen Perspektive reinzugehen, darauf besser reflektieren zu können.
00:15:28: Und dann hatte ich aber so viel Spaß.
00:15:30: Deswegen habe ich dann ja ein Jahr verlängert.
00:15:33: Caroline,
00:15:34: auch du bist zwischendurch raus, um zu promovieren.
00:15:36: Hat sich der Schritt gelohnt?
00:15:38: Ich persönlich habe meine Promotionszeit damals wahnsinnig genossen.
00:15:45: Arbeitensleben ist eine intensive, eine vorderne Zeit.
00:15:48: Ich glaube, auch da muss man nicht drumherum reden.
00:15:51: Auch arbeiten bei BCG ist eine intensive Zeit.
00:15:54: Und deswegen habe ich damals den Schritt in die Promotion.
00:15:57: wirklich sehr, sehr auch genossen.
00:15:59: Ich glaube, ich hätte anders promoviert, wenn ich es direkt nach dem Studium gemacht hätte als mit der BCG-Erfahrung.
00:16:04: Also ich habe ganz anders gearbeitet und auch mich ganz anders selber strukturiert und so.
00:16:08: Und das war eine tolle Zeit.
00:16:11: Auch gerade nochmal der Kontrast natürlich auch zu dem Arbeiten in der Beratung, nochmal ganz, ganz, ganz tief in so ein Thema reinzugehen.
00:16:19: Das war toll.
00:16:20: Ich war aber nach zwei Jahren auf froh, dass ich dann wieder zurückkommen durfte.
00:16:24: Und wie definierst du heute Erfolg?
00:16:26: Für mich sind es eigentlich drei Dinge.
00:16:29: Erfolg hat was damit zu tun, ob man selber mit dem zufrieden ist, was man tut.
00:16:34: Ich glaube, das ist etwas, was für mich ein ganz fundamentales Element ist.
00:16:42: von der Erfolgsdefinition für mich persönlich.
00:16:45: Sehe ich Sinn in dem, was ich tue, bin ich glücklich mit dem Leben, was ich habe, ohne zu pathetisch zu werden, philosophisch.
00:16:53: Das ist die erste Komponente.
00:16:54: Die zweite Komponente ist natürlich aber auch, und ich habe es vorhin schon gesagt, verändere ich mit dem, was ich tue, etwas.
00:17:00: Also ich glaube, für mich wäre es ganz, ganz schwierig, einen Job zu haben, wo ich das Gefühl habe, dass das, was ich tue.
00:17:07: Weil davon bin ich, glaube ich, ein zu leidenschaftlicher Mensch, der sich auch gerne reinhängt in Themen, hat keine Relevanz.
00:17:13: Und das dritte Thema ist, und das gehört auch dazu, ich möchte natürlich auch den Kunden zufriedenstellen.
00:17:18: Und für mich hat Beratung auch ganz, ganz viel mit Haltung zu tun und dem Kunden auch Nein sagen und unangenehme Wahrheiten aussprechen.
00:17:24: Und deswegen ist dieses den Kunden immer zufrieden zu machen, gar nicht so einfach.
00:17:28: Aber es ist für mich ein ganz wichtiges Element für Erfolg, auch gerade in schwierigen Diskussionen, den Kunden so mitzunehmen, dass er sagt, das war ein gutes Projekt.
00:17:35: Und das ist für mich die dritte Komponente von Erfolg.
00:17:39: Eine letzte Frage noch.
00:17:40: Was würdet ihr Leuten mitgeben, die sich gerade fragen, zwei Jahre und dann?
00:17:45: Enjoy the ride und wart mal ab.
00:17:49: Genau.
00:17:49: Ich will auch sagen, sei offen, es gibt... Auch hinter dieser zwei Jahresgrenze noch so viel zu entdecken, zu lernen, Erlebnisse, Spaß.
00:17:57: Also, man sollte sich da, glaube ich, nicht die Scheu-Klappen aussetzen, sondern einfach mal anfangen und dann ändert sich die Perspektive wahrscheinlich sowieso.
00:18:07: Es hat viel Spaß gemacht, Larin.
00:18:09: Freut mich.
00:18:09: Jetzt gehst du ja erst mal wieder nach London, ja.
00:18:11: Aber ich hoffe, du meldest dich, ja.
00:18:13: Und ... Die Wege bei BCG kreuzen sich immer mehrfach.
00:18:19: Vielen Dank fürs Gespräch.
00:18:20: Ich hatte echt viel Spaß gemacht.
00:18:21: Zwei
00:18:27: Jahre und dann?
00:18:28: Das muss jeder und jede für sich selbst entscheiden.
00:18:31: Denn fest steht, die Zwei-Jahres-Regel ist mehr ein Klischee als echter Berufsalltag.
00:18:37: Caroline und Laurin sind
00:18:39: die besten
00:18:39: Beispiele dafür, dass in der Beratung nicht
00:18:42: in vierundzwanzig Monatsschritten gedacht wird.
00:18:45: Denn,
00:18:46: to be honest, das Leben und die Karriere gehen weiter, egal ob zwischendurch eine
00:18:51: Promotion
00:18:52: oder ein weiteres Studium anstehen.
00:18:55: Die großen Fragen von BCG werden auch danach noch da sein und durch Studium oder Promotion neue Antworten bekommen.
00:19:04: Eine echte Win-Win-Situation also.
00:19:09: Das war To Be Honest bei BCG.
00:19:11: In der nächsten Episode geht es um Empowering Leadership und darum, wie Führung in der Beratung wirklich gelebt wird.
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