Kein BWL und in die Beratung? Unbedingt!

Shownotes

Worauf kommt es im Consulting wirklich an: Die richtigen Fragen zu stellen oder ein Abschluss in Wirtschaftswissenschaften? In der zweiten Folge von „TBH by BCG“ treffen sich Elisabeth, Principal bei BCG mit einem Hintergrund in Geschichte und Philosophie, und Luisa, Medizinerin und Project Leader. Sie sprechen darüber, wie sie ihren Weg ins Consulting gefunden haben, wie der Bewerbungsprozess abläuft und warum gerade unterschiedliche Perspektiven in der Beratung so wertvoll sind. Denn genau diese Vielfalt macht in Teams den Unterschied, wenn es darum geht, die besten Lösungen zu finden. Mehr Infos zur Karriere bei BCG gibt es hier.

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00:00:06: Hallo, Elisabeth.

00:00:07: Hi.

00:00:08: Wollen wir herausfinden, mit wem du heute sprichst?

00:00:11: Ich bin ziemlich gespannt.

00:00:17: Zwei Berater innen ein Thema ein Gespräch.

00:00:22: Kein Meetingraum, kein Studio.

00:00:24: Wir treffen uns im Auto.

00:00:28: Denn Consulting bedeutet, in Bewegung zu bleiben.

00:00:31: Auf dem Weg zum nächsten Termin, aber auch im Kopf.

00:00:35: Und mit wem unsere Berater ihnen heute sprechen, das wissen sie noch nicht, sie lernen sich erst auf der Fahrt kennen.

00:00:41: Die Gespräche sind spontan, persönlich und oft überraschend ehrlich.

00:00:46: Zwischen Anschnallen und Ankommen geht es vor allem in eine Richtung, nach vorne.

00:00:51: Hi!

00:00:53: Hi, freut mich.

00:00:54: Lustigerweise

00:00:55: kennt ihr uns

00:01:00: auch, schätze

00:01:04: ich

00:01:06: nicht.

00:01:08: Normalerweise kennt

00:01:09: man es irgendwann doch.

00:01:10: Ja, genau.

00:01:10: Ich glaube, wir sind uns noch nicht begegnet.

00:01:12: Ich bin Luisa.

00:01:13: Hi, Elisabeth.

00:01:15: Freut mich.

00:01:15: Ja, sehr

00:01:15: cool.

00:01:17: Stellt euch doch beide einmal kurz vor.

00:01:19: Dann starte ich einmal.

00:01:20: Ich bin Luisa.

00:01:21: Ich bin Konsultant bei WCG im Kölner Office.

00:01:23: Noch bis Montag ab Montag dann offiziell in der PL-Rolle.

00:01:27: Also Projektleiterrolle.

00:01:29: Und studiert euch tatsächlich Medizin.

00:01:32: Auch wenn ein Aachen studiert und die RWTH eher für Maschinenbau bekannt ist, habe ich hier keinen technischen Hintergrund, sondern einen medizinischen.

00:01:42: Ich bin Elisabeth, ich bin Principal im WCG, jetzt seit gut sieben Jahren dabei und begleite vor allem Unternehmen im Industriegüterbereich rund um das Thema Nachhaltigkeit, Grüne Transformation.

00:01:55: Bevor ich bei WCG angefangen habe, habe ich mir was ganz anderes gemacht, nämlich Geschichte und Philosophie studiert.

00:02:00: Okay,

00:02:01: cool.

00:02:02: Also es lag auch nicht so ganz auf der Hand, in die Beratung einzusteigen.

00:02:07: Wer in der Beratung arbeitet, hat Wirtschaft studiert, so zumindest das Klischee.

00:02:13: Heute ist das anders.

00:02:14: Das beweisen Elisabeth und Luisa.

00:02:16: Obwohl beide keinen Wirtschaftsabschluss haben, sind sie im Consulting angekommen.

00:02:22: Wie?

00:02:23: Und, to be honest,

00:02:24: warum?

00:02:27: Wenn man Medizin studiert, dann ist ja der Weg eigentlich, würde man denken, erst mal klar, dass man später in die Klinik geht und Facharztbildung macht.

00:02:35: Bei mir war es aber tatsächlich so, dass ich dann schon im Studium festgestellt habe, dass ich mich ja nicht in der Klinik sehe und dann darüber nachgedacht habe, was könnte man denn alternativ machen und was deckt sich auch vielleicht nochmal mehr mit meinen Interessen und Bedürfnissen.

00:02:50: Und bin dann auf die Beratungsbranche gekommen und habe dann angefangen, mich damit näher zu beschäftigen schon im Studium tatsächlich.

00:02:59: Unter anderem bin ich zu einer studentischen Unternehmensberatung gegangen und das war, glaube ich, so der Beginn meines Weges von der Klinik weg mehr in Richtung Beratung.

00:03:08: Wie war es bei dir?

00:03:09: Also ich hatte es tatsächlich lange gar nicht unbedingt so auf dem Schirm, sondern habe erstmal einfach mit sehr viel Freude und Begeisterung Geschichte und eben Philosophie studiert.

00:03:17: Man kennt das vielleicht so ein bisschen aus dem Angelsächsischen, wo die Haltung ist.

00:03:22: Ein Studium ist vor allem dafür da, einen bestimmten Denkweisen oder eine Art zu denken, zu vermitteln.

00:03:29: Und das ist ja total üblich, dass man beispielsweise Classics, also Altphilologie studiert und danach Investmentbanker wird.

00:03:34: Dann habe ich festgestellt, dass das in Deutschland noch nicht so unbedingt üblich ist und habe das wie gesagt mit sehr viel Freude studiert, bin auch in Geschichte noch promoviert worden.

00:03:40: Also tatsächlich auch etwas länger dann noch an der Uni gewesen, hatte sehr viel Freude auch an Forschung.

00:03:45: Und dann bin ich eigentlich eher zufällig über ein Stipendium, was ich während der Promotionszeit hatte.

00:03:50: Bin ich auf so ein Recruiting-Workshop von BCG aufmerksam geworden.

00:03:54: Also Beratung kann ich mir noch nicht viel drunter vorstellen, aber schaue ich mir halt einfach voran.

00:03:57: Und fand es super spannend und auch so zu merken, dass sehr viel von der Herangehensweise, also du wirst mit irgendeinem Problem konfrontiert und dann schaust du halt irgendwie, wie kann ich das jetzt in kleinere Probleme oder Fragestellungen unterteilen?

00:04:10: Was für Quellen habe ich im Zweifelsfall?

00:04:13: Wie kann ich mich dem im Schritt beschreiben?

00:04:15: und das fand ich super spannend und dachte mir dann, ich probiere es mal so ein, zwei Jahre aus und da sind jetzt irgendwie sieben Jahre draus geworden.

00:04:23: Also tatsächlich schon relativ lange, weil wir sind es jetzt ungefähr dreieinhalb, also die Hälfte.

00:04:26: Und zu dem Punkt, den du gerade gesagt hast, dass man so bestimmte Denkweisen im Studium lernt und ich glaube, das ist bei Medizinstümen tatsächlich ähnlich, auch wenn man nicht meinen würde, das ist da viele Jahre.

00:04:36: Deckungen gibt mit dem Beratungsalltag.

00:04:39: Aber es ist schon so, dass meine Medizin Studium oder in der Medizin generell ganz genau überlegen muss, welche Fragen muss ich jetzt beantworten, um eine Lösung für das Problem zu finden.

00:04:49: Und da arbeitet man ja auch sehr hypothesengetrieben.

00:04:52: Und das ist, glaube ich, auch was, was ich so jetzt von meinem Background her in der Medizin dann wiederum mit dem Beratungsalltag

00:04:59: spiegelt.

00:05:00: Ja, also das beruhigt die Kunden wahrscheinlich auch, wenn man weiß, das ist eine Ärztin.

00:05:04: Ja,

00:05:04: stimmt.

00:05:05: Das wäre eine Vorteile, nicht nur in der Beratung, sondern auch wenn es war ein Notfall geben sollte.

00:05:11: Das Team

00:05:11: für alle ist das gut.

00:05:16: Was war bei eurer Entscheidung fürs Konzulting denn noch ausschlaggebend?

00:05:20: Ein weiterer wichtiger Aspekt war tatsächlich auch, dass gerade eben so sehr unterschiedliche Hintergründe bei BCG sehr gerne gesucht werden und ich eben das Gefühl hatte, das ist etwas, wo ich mit meinem Profil auch sehr gut hinpasse.

00:05:34: Ein weiterer Aspekt, der dazu kommen war, dass BCG ja schon sehr früh auch angefangen hat, viel im Thema Klimanachhaltigkeit eben auch Projekte zu machen.

00:05:42: Und das ist ja eben auch der Bereich, in dem ich heute stillpunktmäßig unterwegs bin und das war für mich ein ganz starkes Argument, dem auch zu BCG zu gehen.

00:05:48: Ich kann gerne ergänzen, es waren zum einen die persönlichen Kontakte, die persönlichen Berichte, wie unsere Unternehmenskultur ist, die dazu geführt hat, dass für mich relativ früh klar war, dass ich zu BCG will.

00:06:00: Ein zweiter Punkt war, BCG ist halt in Healthcare sehr groß und wir decken dafür eine sehr breite Spektrum ab, plus diese strategische Perspektive, also dass wir auch eine Strategieberatung an sich sind.

00:06:13: Und ich glaube, ein weiterer wichtiger Punkt war, dass man, wenn man bei BCG selbst, wenn man jetzt mit einem speziellen Background kommt, hat man ja immer noch die Möglichkeit, in jeglicher Industrie Projekte zu machen, wenn man das möchte.

00:06:27: Und mir war zwar schon klar, hey, ich bringe einen medizinischen Background mit, ich will wahrscheinlich Hälfte machen, aber ich habe schon gesagt, Vielleicht ist es für meine Learning Experience, aber irgendwie mal ganz gut, wenn ich jetzt mal so ein Consumer-Projekt mache.

00:06:39: Und dann war es aber tatsächlich so, immer wenn ich dann im Staffing war, also in diesem Prozess, wo die Projekte neu besetzt werden, war es dann immer so, dass dann irgendein Healthcare-Projekt war und ich so, oh cool, das passt richtig gut, das mache ich.

00:06:51: Deshalb, ich bin von Tag eins an Healthcare treu geblieben.

00:06:56: Was ist euer Ratschlag?

00:06:57: Wie findet man heraus, ob die Beratung und speziell BCG als Arbeitgeber der Richtige für einen persönlich ist?

00:07:05: Ich finde, man sollte diese Gelegenheit nutzen, auf den Events Einblicke zu bekommen.

00:07:10: Das ist ja sowohl für uns hilfreich, die Kandidaten oder Kandidatinnen kennenzulernen, aber auf der anderen Seite ist es ja auch für die Personen hilfreich, wirklich mal einen tieferen Einblick zu bekommen, wie wir als BCG funktionieren, wer sind aber auch die Leute innerhalb von BCG.

00:07:26: Und das ist eine sehr, sehr gute Möglichkeit, sich wirklich nochmal tiefergehend Gedanken zu machen, vor allem wenn man ... vielleicht noch nicht so genau weiß, was jetzt Beratung ist oder nicht so genau weiß, wie der Arbeitsalltag dann aussieht, weil ich glaube, viele können sich darunter nichts vorstellen.

00:07:42: Bei mir war es ja auch tatsächlich ein E-Man, so eine Recording-Veranstaltung, die auch so den Ausschlag gegeben hat, das auszuprobieren.

00:07:49: Also insofern kann ich auch nur da total ermutigen, es einfach die Gelinge herzunutzen, um das Ganze mal kennenzulernen.

00:07:56: Gerade wenn man eben, wenn es nicht so auf der Hand liegt, in die Beratung zu gehen, ist das, glaube ich, eine super Möglichkeit.

00:08:02: Da war mein erster Anspruch

00:08:03: zu bekommen.

00:08:04: Hattet ihr Sorge, nicht hinein zu passen?

00:08:06: Ich glaube,

00:08:07: Sorgen ist nicht das richtige Wort.

00:08:08: Aber schon mit Bedenken, weil man ja erst mal mit einem Hintergrund kommt, wo man denkt, okay, sicher sind die Themen irgendwie wirtschaftlich.

00:08:16: Ich muss durch das Interview.

00:08:18: Da kriege ich vielleicht auch irgendwelche wirtschaftswissenschaftlichen Fragen stellen oder Fragen aus so einem Business-Kontext.

00:08:23: Und ich glaube, dann hatte ich anfänglich zumindest schon Bedenken, vor allem auch vor diesem Interviewprozess.

00:08:30: Wie war es bei dir?

00:08:31: Was mir sehr geholfen hat, dass ich eben bei diesem Event dann danach auch in das Emeralds-Programm aufgegeben wurde, wo man eben die Möglichkeit hat, immer wieder mit BCG-Lern, BCG-Lerinnen in Kontakt zu kommen.

00:08:43: Und da hatte ich sogar einen Mentor, der selber auch Geisteswissenschafter vom Hintergrund ist.

00:08:48: Und der hat mir so ein bisschen dann auch durch den Prozess geholfen oder so ein paar Einfach-Schmer-Hinweise gegeben, weil auch so der Bewerbungsmodus ist ja ganz anders.

00:08:55: Also mit diesem Case-Interviews kennt man sonst unbedingt aus Bewerbungsgesprächen.

00:08:59: Insofern, das hat geholfen, einfach so ein bisschen diese Berührungsängste abzubauen.

00:09:03: Und irgendwann, ich hatte genau wie du auch die Sorge, also natürlich habe ich nicht den Hintergrund.

00:09:08: Aber irgendwo dachte ich mir auch, das kann ja auch was befreien, das sein zu sagen, okay, man lässt sich einfach mal darauf ein.

00:09:13: Und ich glaube eben wirklich so, wenn man Neugier damit bringt, wenn man so gesunden Menschen verstand und dann, was ist das Schlimmste, was passieren kann?

00:09:21: Also, wenn es nicht klappt,

00:09:22: wäre es auch dramatisch gewesen.

00:09:24: Und ich glaube, das mit so einer gewissen Sportlichkeit oder Leichtigkeit zu nehmen, das hat mir dann auch sehr geholfen dabei.

00:09:30: Und im Interviewprozess bei uns wird man ja auch, finde ich, schon sehr stark bei der Vorbereitung begleitet.

00:09:36: Also man kriegt Tools an die Hand, wie man sich dann auf dieses spezielle Case-Interview vorbereiten kann.

00:09:41: Und ich finde, wenn man sich dann damit ein bisschen stärker befasst, das vielleicht auch mal mit Freunden oder Bekannten übt, dieses spezifische Case-Interview, dann, glaube ich, kann man da schon für sich so eine Sicherheit entwickeln, dass man dann auch gut vorbereitet in dieses Gespräch gibt.

00:09:56: Und was ich tatsächlich auch superhebrig finde, weil mittlerweile mache ich selber eben auch Interviews.

00:10:00: Man wird ja auch gebrieft als Interview, dass man eben bewusst schaut, was für ein Hintergrund hat die Person

00:10:04: eigentlich.

00:10:05: Und was wir ja vor allem herausfinden möchten, ist eben auch hier wieder, wie denkt diese Person, wie löst die Person Probleme.

00:10:11: Das habe ich auch wirklich selbst schon im Bewerbungsprozess gemerkt und finde es eben jetzt schön, das auch selber als Interviewerin machen zu können, dass man wirklich auch im Zweifelsfall der Person dadurch hilft und jetzt eben nicht sagt, weil jemand vielleicht nicht einen bestimmten BWL-Begriff kannte.

00:10:22: Das ist jetzt kein Grund... Genau.

00:10:24: Da zu schaltern, sondern was wir vor allem rausfinden möchten, ist,

00:10:28: wie

00:10:28: geht diese Person an ein Problem ran?

00:10:30: Und

00:10:30: ich glaube, das ist wahrscheinlich die Angst, die viele haben.

00:10:32: Ich bekomme eine Frage gestellt und weiß die Antwort nicht, weil ich nicht diesen wirtschaftswissenschaftlichen Background mitbringe.

00:10:38: Und von dem muss man sich wahrscheinlich einfach loslösen, weil wie du sagst, ist es ja nicht so, dass wir als Intervier den Leuten nicht helfen würden, wenn es an einer gewissen Terminologie oder so schalter sei.

00:10:50: Also ich glaube, davon muss man sich ein bisschen loslösen, diese Angst, ich könnte Eine inhaltliche Frage vielleicht dann nicht antworten.

00:10:58: Hottake.

00:11:00: BWL-Innen und Absolventinnen anderer Studienfächer bringen unterschiedliche Perspektiven mit.

00:11:07: Ein Projektteam erzielt also die besten Ergebnisse, wenn es paritätisch besetzt ist.

00:11:12: Was sagt ihr?

00:11:17: Also, ich würde es tatsächlich nicht machen, ehrlich gesagt.

00:11:19: Ich glaube, dass es insgesamt für uns als Firma super ist, dass wir diesen Mix haben.

00:11:24: Ich glaube, ich würde aber bei den jeweiligen Projekten wirklich immer schauen, was ist für den jeweiligen Kunden, für das Unternehmen, bei dem man ist, das passendste.

00:11:32: Und da muss es gar nicht mal unbedingt der Studienhinterrund allein sein, sondern dass man wirklich schaut, was sind so Bezugspunkte, die man braucht.

00:11:39: WC Gelam bringt ja eine ganze Reihe an Eigenschaften mit.

00:11:42: Und ja, der Studienhintergrund ist einer davon.

00:11:45: Aber es gibt eben auch andere wichtige Merkmale und Charaktere.

00:11:48: Und ich glaube, da würde ich wirklich schauen, was ist jetzt für diesen Kunden, was ist für dieses Projekt, für diese Fragestellung der beste Mix?

00:11:55: Ich

00:11:55: würde auch sagen, Fifty-Fifty ist schon sehr pauschal.

00:11:58: Ich glaube, overall als Company kann man das sagen.

00:12:02: Aber wie du sagst, auf den Projekten ist es für mich auch so, dass man halt gucken muss, welche Expertise brauche ich auf dem Projekt.

00:12:08: und entsprechend das Team zusammenstellen.

00:12:11: Nur mal als Beispiel, ich war jetzt auf dem letzten Projekt bei einem Pharmakunden, da waren wir zwei Medizinerinnen, weil das Thema einfach auch schon relativ medizinisch war oder es zumindest wichtig war, dass man so ein bestimmtes Verständnis von dem Produkt mitbringt, also die Mischung macht

00:12:27: es.

00:12:27: Also sind interdisziplinäre Teams keine Ausnahme bei BCG?

00:12:32: Also ich glaube die Arbeit in interdisziplinären Teams ist totaler Regel bei uns.

00:12:37: Ja, da habe ich eigentlich auch

00:12:39: schon

00:12:40: die ganze Bandbreite an Studienfächern dabei gehabt, also aus den Naturwissenschaften, Medizin, Geisteswissenschaften, Wirtschaftswissenschaften.

00:12:49: Also ich glaube, das ist schon sehr, ist sehr, sehr üblich.

00:12:52: Und ich finde es tatsächlich immer wieder super spannend, weil man eben zum einen so die verschiedenen Herangehensweisen... auch manchmal wirklich sehr gut bemerken kann, also wie jemand ein Problem zerlegt, das finde ich immer total lustig, wenn man das merkt, bei Juristen, Juristinnen merken.

00:13:07: Es gibt so eine bestimmte Art und Weise, aber auch in anderen Fächern, wo man merkt, wie geht eine Person an Fragestellungen heran.

00:13:16: Plus, was ich auch total spannend finde, ist, wenn man einfach so beim Team-Dinner oder im Mittagessen oder sowas, auch einfach dann... lernt von anderen Fächern.

00:13:25: Also ich finde, das macht doch einfach total Spaß, irgendwie rauszufinden oder einfach ein bisschen sozusagen.

00:13:31: Ich stimme dir da voll zu.

00:13:32: Ich habe gerade mal überlegt, ich glaube, ich hatte noch nie ein Projekt, wo ich außer mir nur Wirtschaftswissenschaftler hatte.

00:13:39: Ich hatte immer sehr interdisziplinäre Teams.

00:13:43: Ich glaube, es ergänzt sich einfach sehr gut.

00:13:45: Könnt ihr euch noch an den Moment erinnern, an dem ihr dachtet, BCG war genau die richtige Entscheidung?

00:13:51: Hier bin ich am richtigen Ort.

00:13:53: Ich kann mich tatsächlich ganz gut daran erinnern.

00:13:55: Ein Schritt zurück.

00:13:58: Mit dem Hintergrund, die ersten Wochen oder Monate, das war schon ein Sprung ins kalte Wasser.

00:14:03: Ich hab davor noch lateinische Urkunden in den Archisen übersetzt.

00:14:08: Es war wirklich so.

00:14:09: Auf einmal sitzt man zwischen PowerPoint und Excel und fragt sich, was passiert hier eigentlich.

00:14:16: Das waren auch sehr spannende erste Monate.

00:14:18: Ich kann dich aber total gut an einen Workshop erinnern.

00:14:21: wo wir eben ganze Reihe von unterschiedlichen Meinungen, Datenpunkten und so weiter von den Kunden eingeholt haben.

00:14:27: Und es ging ziemlich wild hin und her drunter und drüber und zwar in irgendwie völlig unterschiedliche Stränge und Themen, die da irgendwie auf den Tisch lagen.

00:14:35: Und wo ich dann gemerkt habe, dass dieses konzeptionelle Denken oder dieses Strukturieren von Themen, das ist was, was mir aus dem Studium sehr vertraut war.

00:14:45: Und ich habe mir mal gemerkt, das passt hier wirklich auch.

00:14:47: Das kann man hier sehr, sehr gut gebrauchen oder sehr gut einsetzen.

00:14:50: Ja.

00:14:50: Hattest du auch so einen Moment, oder?

00:14:52: Ja,

00:14:52: tatsächlich.

00:14:53: Also ich hatte am Anfang schon gedacht, wer weiß, inwiefern ich mein medizinisches Wissen hier auch nochmal tatsächlich einsetzen kann.

00:15:02: Und ich glaube, ich hätte es schon schade gefunden, wenn es so gar nicht mehr irgendwie Touchpoints gibt.

00:15:07: Und ich war eigentlich direkt auf meinem ersten Projekt.

00:15:10: Das war auch ein europäisches Pharmaunternehmen und da ging es so ein bisschen darum, woran sollen die denn zukünftig forschen.

00:15:16: Und das war halt supermedizinisch.

00:15:19: Das hat sogar das Wissen, was ich im Studium angeeignet habe, das sogar überstiegen, würde ich jetzt mal sagen, weil das halt sehr tief in die Forschung auch gegangen

00:15:26: ist.

00:15:27: Und das fand ich halt super cool.

00:15:28: Das halt direkt auf meinem ersten Projekt habe ich irgendwie den Bezug zu Medizin.

00:15:32: Aber habe halt irgendwie ein mega cooles Team auch um mich, die mir auch die Zeit gegeben

00:15:36: haben,

00:15:37: die Dinge zu lernen, wie du sagst, Powerpoint und Excel ist dann irgendwie erstmal neu.

00:15:41: Und da ist natürlich wichtig, dass man einfach ein gutes Set-up hat.

00:15:44: Und das hat für mich ... Super gepasst, also das war richtig, richtig gut.

00:15:50: Welche Superkräfte habt ihr durch euren Studienhintergrund?

00:15:54: In dieser Vielschichtigkeit zu denken, gute Fragen zu stellen oder eben auch zu schauen, an welche Quellen habe ich eigentlich, welche Datenpunkte habe ich, aber eben auch, wie sehr kann ich denen vertrauen oder muss ich die eben vielleicht auch miteinander vergleichen, abgleichen.

00:16:06: Ich glaube, das ist so eine Herangehensweise, die ich auch heute noch hier gebrauche.

00:16:11: Ähnlich

00:16:12: durch den Philosophiestudium, wo natürlich vor allem das Thema so sauber zu argumentieren, wirklich logisch zu begründen.

00:16:18: Das ist, glaube ich, eine ganz hilfreiche Prägung, die das Studium damit gebracht hat.

00:16:23: Ja, ich

00:16:23: glaube bei mir sind zwei Sachen.

00:16:25: Einmal dieses sehr hypothesengetriebene Arbeiten, wie man jetzt eben auch beim Patienten eine Diagnose stellt mit diesen verschiedenen Schritten.

00:16:33: Ich habe eine Verdachtsdiagnose, also meine Hypothese eigentlich.

00:16:37: Dann stelle ich verschiedene Fragen, um das zu beantworten.

00:16:41: oder um wirklich Klarheit in meiner Hypothese zu bekommen.

00:16:43: Bei uns ist ja auch immer Hypothese zuerst.

00:16:46: Wir haben eigentlich schon so eine gewisse Antwort für unser Projekt im Sinne und machen verschiedene Analysen, um das zu prüfen.

00:16:52: Ich glaube, das ist ein Punkt, den man als Mediziner mitbringt.

00:16:55: Und zweiter Punkt, ich will gar nicht sagen, dass Wirtschaftswissenschaftler das nicht mitbringen.

00:17:00: Aber ich glaube, im Arztberuf ist es schon von Vorteil, wenn man sehr empathisch ist und deshalb sehr viel Einführungsvermögen mitbringen.

00:17:08: Und ich glaube, das ist schon ein Punkt, den Ja, wenn man sehr viel mit Menschen arbeitet, ist das natürlich was hier auch sehr gut gebracht werden kann.

00:17:21: Elisabeth Luisa greift doch einmal in die Seitentüren, denn darin findet ihr beide je einen Umschlag mit Fragen.

00:17:28: Seid ihr bereit für eine runde schnelle Entscheidung?

00:17:35: Also du fängst an, ne?

00:17:37: Kann ich machen, ja.

00:17:38: Also los geht's los.

00:17:39: Ausland oder Heimat?

00:17:41: Heimat.

00:17:42: Bauchgefühl oder Masterplan?

00:17:46: Oh, Masterplan.

00:17:49: Montag oder Freitag?

00:17:50: Puh, Freitag.

00:17:53: Early Bird oder Nachtäule?

00:17:56: Beides.

00:17:57: Projekt fürs Herz oder Projekt für den Zivil?

00:18:01: Fürs Herz.

00:18:03: Sicherheit oder Risiko?

00:18:07: A little bit of both.

00:18:10: Müdig.

00:18:12: Okay.

00:18:12: Gut, dann bin ich dran, oder?

00:18:14: Alte Bücher oder KI?

00:18:18: Die Kombi ist am besten.

00:18:21: E-Auto oder Verbrenner?

00:18:23: E-Auto.

00:18:24: Deutschland oder USA?

00:18:28: Europa.

00:18:30: Nachhaltigkeit oder Wettbewerbsfähigkeit?

00:18:34: Am besten in der Kombination.

00:18:36: Am besten beides.

00:18:37: Feedback geben oder Feedback bekommen?

00:18:40: Auf jeden Fall immer in beide Richtungen.

00:18:42: Das war's.

00:18:43: Wir

00:18:49: machen es noch einmal ganz konkret.

00:18:51: Jemand ohne BWL Abschluss spielt mit der Idee, in die Beratung zu gehen, stellt sich jedoch die Frage, ergibt es überhaupt Sinn?

00:18:59: Ja, ich glaube, das ist an sich schon die falsche Frage.

00:19:02: Macht das überhaupt Sinn?

00:19:03: Weil ja, es macht Sinn und just do it.

00:19:07: Ich glaube, sich einfach mehr trauen.

00:19:09: Ja, einfach mehr machen.

00:19:10: Und nicht zu sehr verkopfen, sich nicht selber zu viel Druck machen.

00:19:13: Ich glaube, diese Zweifel... Dieses kleine Imposter-Syndrom hat man irgendwie immer zwischendurch.

00:19:19: Aber das legt sich auch sehr schnell wieder.

00:19:23: Ja, sehr cool.

00:19:24: Es hat mich sehr gefreut.

00:19:24: Ja.

00:19:25: Das war tatsächlich... Also, ich hab nicht mit die Gerichtin oder so was noch nicht gehabt.

00:19:29: Und ich hab mich vor allem sehr gefreut, dass ich immer das im Kölner Office wiedergetan

00:19:32: habe.

00:19:32: Ja, stimmt.

00:19:32: Sehr, sehr schön.

00:19:33: Ja, hat sehr viel Spaß gemacht.

00:19:34: War schön, mehr über dich und deine Welt bei BCG zu erfahren.

00:19:38: Und ja, wir treffen uns bestimmt wieder vielleicht mal in Hamburg auf, oder in Köln.

00:19:41: Sehr gut.

00:19:42: Sehr gut.

00:19:50: Die Antwort ist klar.

00:19:51: Unternehmensberatung geht auch ohne BWL-Abschluss.

00:19:55: Viel mehr geht es darum, wie man denkt, arbeitet und mit anderen ins Gespräch geht, ob man neue Perspektiven einbringen und miteinander

00:20:03: verbinden

00:20:04: kann.

00:20:05: Unterschiedliche akademische

00:20:06: Hintergründe

00:20:07: sind nämlich entscheidend, um die besten Antworten auf die schwierigsten Fragen zu finden.

00:20:14: Und, to be honest, dass auch Beraterinnen mit BWL am Schluss hin und wieder zweifeln, das habt ihr ja auch

00:20:20: schon in der ersten

00:20:21: Folge gehört.

00:20:22: Habt ihr nicht?

00:20:23: Dann holt das schnell nach und abonniert den

00:20:25: Podcast.

00:20:26: So

00:20:26: verpasst ihr keine weitere Folge.

00:20:30: Das war to be honest bei BCG.

00:20:32: Wir bleiben unterwegs und freuen uns, wenn ihr auch das nächste Mal wieder mit dabei seid.

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